Warum „weniger Zucker“ ein smarter Januar-Start ist
- Ebba Wagner

- vor 4 Tagen
- 2 Min. Lesezeit

Im Januar ist die Motivation oft groß – und die Ziele leider manchmal zu radikal. Genau deshalb ist „weniger Zucker“ so ein guter Einstieg: Er ist konkret, messbar und fühlt sich nicht automatisch nach Diät an.
Dabei geht es nicht darum, Zucker „für immer zu verbieten“. Es geht darum, aus dem Dauer-Trigger wieder ein bewusstes Extra zu machen.
Merke: Ein Plan, der freundlich bleibt, hält länger als ein Plan, der streng ist.
Starte mit den größten Zuckerquellen: Getränke, Frühstück, Snacks
Ziel ist nicht „zuckerfrei“, sondern freie Zucker senken
Nutze Sättigung (Protein + Ballaststoffe), damit Heißhunger leiser wird
Was sind „freie Zucker“ – und warum ist das wichtig?
Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt, die Aufnahme freier Zucker auf unter 10% der Gesamtenergie zu reduzieren; eine weitere Senkung auf unter 5% kann zusätzliche gesundheitliche Vorteile bringen. In Deutschland schließen sich DGE/DAG/DDG dieser Empfehlung an und nennen ebenfalls <10% als maximale Orientierung.
„Freie Zucker“ sind nicht nur der Löffel Zucker im Kaffee – dazu zählen auch Zucker in Honig, Sirup, Fruchtsäften und Fruchtsaftkonzentraten.
Merke: Wenn du nur „Süßigkeiten“ im Blick hast, übersiehst du oft den größten unbewuusten Quellen.
Die 3 Zuckerquellen, die im Januar am meisten bringen
1) Getränke
Saft, Softdrinks, gesüßte Latte-Varianten – das sättigt kaum, zählt aber voll. Und ja: Auch Fruchtsaft fällt in der WHO-Systematik unter „freie Zucker“.
Mini-Regel für Woche 1:
Unter der Woche: Wasser / ungesüßter Tee als Standard.
Saft: wenn, dann kleines Glas und bewusst – nicht „nebenbei“.
2) Frühstück (der unterschätzte Trigger)
Viele Müslis/Granolas/Cereals sind Zucker-lastiger als man denkt.
Upgrade ohne Diätgefühl:
Joghurt/Skyr + Hafer + Beeren + Nüsse.
Das ist kein „Fitnesstrick“, sondern eine Sättigungsstrategie.
3) Snacks am Nachmittag
Viele Zucker-Spitzen entstehen nicht aus Hunger, sondern aus Erschöpfung + Gewohnheit. Der wichtigste Schritt ist ein „Plan B“, bevor der Tag dich überrollt.
Plan B Ideen:
Joghurt + Obst
Nüsse + Mandarine
Vollkornknäcke + Käse
Kakao (ungesüßt) + Milch/Drink deiner Wahl
Merke: Heißhunger ist oft ein Signal – nicht dein Charakter.

Der 7-Tage-Reset (ohne Verbote)
Tag 1–2: Getränke umstellen
Tag 3–4: Frühstück stabilisieren (Protein + Hafer/Vollkorn/Obst)
Tag 5–7: Snack-Regel einführen: „Süßes nach einer Mahlzeit – nicht als alleiniger Snack“
Warum diese Reihenfolge so gut funktioniert: Du senkst Trigger, bevor du „Willenskraft“ brauchst.
Wenn du in den Wechseljahren bist: Warum Sättigung jetzt noch wichtiger wird
Viele Frauen merken ab 40+ stärkere Schwankungen bei Appetit, Schlaf und Energie. Genau deshalb ist die Kombination aus Protein + Ballaststoffen so wertvoll: Sie macht Mahlzeiten stabiler – und reduziert das „Snack-Pingpong“.
➡️ „Ballaststoffe erhöhen – ohne Bauchstress“.
Dein nächster Schritt (Lübeck & online)
Wenn du das Thema Zucker angehen willst, aber ohne „Alles-oder-nichts“, ist Ernährungsberatung oft der schnellste Weg: Wir bauen deine Regeln, passend zu Alltag, Essverhalten und Zielen.
FAQ
Muss ich komplett zuckerfrei werden?
Nein. Stabil wird es meist, wenn du „freie Zucker“ reduzierst und Süßes wieder als bewusstes Extra nutzt.
Sind Fruchtsäfte okay?
Sie können Teil deiner Ernährung sein – aber sie liefern freie Zucker und sättigen wenig. Deshalb lohnt sich ein bewusster Rahmen.
Was, wenn ich abends trotzdem Süßes brauche?
Dann arbeiten wir nicht gegen dich, sondern am System: Sättigung tagsüber, Stress-Tools, Plan-B-Snacks und „Süßes einrahmen“ statt verbieten.


Kommentare